Wie prüft man die Identität eines Mieters vor der Anreise?
Zu wissen, wem man seine Unterkunft anvertraut, ist für jeden Gastgeber ein berechtigtes Anliegen. Die Identitätsprüfung senkt die Risiken durch falsche Identitäten, ungewöhnliche No-Shows oder problematisches Verhalten. Doch wie geht man konkret vor — und im Einklang mit den Regeln zum Schutz personenbezogener Daten?
Die in Verihost integrierte Identitätsprüfung
Verihost bietet die Identitätsprüfung optional an, eingebunden in denselben Ablauf wie die Kaution. Der Gast erhält einen einzigen Link, bestätigt auf seinem Smartphone seine Identität und hinterlegt in wenigen Minuten sein Zahlungsmittel. Der Verwalter erhält das Ergebnis vor der Anreise in seinem Dashboard.
Kostenlos und unverbindlich.
Warum die Identität Ihres Mieters prüfen?
Die meisten Vermietungsplattformen (Airbnb, Booking.com, Abritel) verlangen ein Nutzerprofil mit Foto und E-Mail, prüfen aber nicht systematisch, ob die Person tatsächlich die ist, für die sie sich ausgibt. Ein Profil kann mit einer falschen Identität angelegt oder von jemand anderem weiterverwendet werden.
Die Identitätsprüfung bringt mehrere konkrete Vorteile:
- Abschreckung: Ein Mieter, der weiß, dass seine Identität geprüft wird, verhält sich seltener unverantwortlich oder untervermietet ohne Erlaubnis.
- Nachvollziehbarkeit: Bei Streit oder Zwischenfall wissen Sie genau, wer Ihre Unterkunft bewohnt hat.
- Regulatorische Konformität: In manchen Ländern und für bestimmte Mietarten kann eine Form der Mieteridentifikation gesetzlich oder durch örtliche Vorschriften verlangt sein. Prüfen Sie, was für Sie gilt.
- Gegenseitiges Vertrauen: Ein seriöser Mieter hat in der Regel kein Problem damit, sich zu verifizieren — das beruhigt beide Seiten.
Die Methoden der Identitätsprüfung
Es gibt mehrere Wege, vom einfachsten bis zum belastbarsten:
- Online-Prüfung über eine spezialisierte Lösung: Der Mieter sendet ein Foto seines Ausweises und macht ein Selfie, um zu bestätigen, dass er es ist. Dieser Abgleich erfolgt automatisch. Es ist die zuverlässigste und praktischste Methode für Fernvermietungen.
- Prüfung bei der Ankunft: Sie verlangen den Ausweis beim Check-in, wie im Hotel. Praktisch, wenn Sie vor Ort sind, aber unmöglich bei Selbst-Check-in mit Schlüsseltresor oder Code.
- Ausweiskopie per E-Mail: einfache Methode, doch Sie verwalten dann selbst sensible personenbezogene Daten. Das bringt DSGVO-Pflichten mit sich, die die meisten Privatpersonen nicht immer korrekt erfüllen.
DSGVO und Identitätsdaten: Wenn Sie Ausweiskopien erheben, haben Sie als Verantwortlicher rechtliche Pflichten. Mit Verihost erhalten und speichern Sie keine Ausweiskopie: Die Prüfung übernimmt ein zertifizierter, spezialisierter Dienstleister.
Die Online-Identitätsprüfung: wie funktioniert sie?
Moderne Lösungen zur Identitätsprüfung funktionieren meist gleich:
- 1Versand eines Links: Der Gastgeber sendet dem Mieter vor der Anreise einen sicheren Link per E-Mail oder SMS.
- 2Scan des Ausweises: Der Mieter fotografiert seinen Personalausweis oder Reisepass mit dem Telefon.
- 3Bestätigungs-Selfie: Der Mieter macht ein Selfie. Das System vergleicht das Gesicht automatisch mit dem Ausweisfoto.
- 4Ergebnis an den Gastgeber: Der Gastgeber erhält eine Benachrichtigung, ob die Prüfung bestanden wurde. Die biometrischen Daten werden dem Gastgeber nicht übermittelt.
Der Vorgang dauert für den Mieter in der Regel weniger als 3 Minuten und lässt sich mit jedem Smartphone durchführen.
Die Identitätsprüfung in Ihren Kautionsablauf einbinden
Am wirksamsten ist es, die Identitätsprüfung in denselben Ablauf wie die Kautionshinterlegung einzubinden. Der Mieter erhält dann einen einzigen Link, erledigt beide Schritte (Identität + Kaution) auf einmal, und der Gastgeber hat vor der Anreise eine vollständige Akte.
Bei Verihost wird der gesamte technische Teil (biometrische Verarbeitung, sichere Speicherung der Zahlungsdaten) von zertifizierten Partnern übernommen.
Was die Identitätsprüfung nicht leisten kann
Selbst eine belastbare Identitätsprüfung garantiert kein einwandfreies Verhalten. Sie belegt, dass die Person die ist, für die sie sich ausgibt — nicht, dass sie ein guter Mieter sein wird. Dafür bleiben Bewertungen und Reputation auf den Plattformen ein nützlicher Hinweis.
Ebenso können bei Vermietungen in regulierten Gebieten (klassifizierte Ferienresidenzen, bestimmte Stadtzonen) besondere Pflichten gelten. Diese Regeln unterscheiden sich stark von Gemeinde zu Gemeinde und ändern sich regelmäßig — prüfen Sie, was für Sie gilt.
Gute Praktiken für den Gastgeber
- Erwähnen Sie in Ihrem Inserat und in Ihrer Willkommensnachricht, dass Sie eine Identitätsprüfung durchführen. Transparenz verhindert Überraschungen.
- Senden Sie den Prüflink mindestens 48 bis 72 Stunden vor der Anreise, damit Zeit für etwaige Probleme bleibt.
- Speichern Sie Ausweiskopien nicht selbst, wenn Sie eine Lösung nutzen, die diese Verarbeitung an einen zertifizierten Dienstleister abgibt.
- Bewahren Sie die Prüfakten so lange auf, wie es zur Klärung eines möglichen Streits nötig ist.
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Kurz gesagt
Die Online-Identitätsprüfung steht heute jedem Gastgeber offen, unabhängig von seiner Größe. Sie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, ohne den Ablauf für den Mieter zu verkomplizieren, wenn sie gut eingebunden ist. Zusammen mit einer per Kartenhinterlegung gesicherten Kaution ergibt das einen soliden Schutz vor jeder Anreise.
Mehr zu Kautionen und guten Praktiken in der Ferienvermietung finden Sie in unserem vollständigen Leitfaden 2026 oder in unseren FAQ.
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